Schritt für Schritt zu einer gendergerechten Stadtentwicklung

Edited on 17/04/2024

Motorikspielpark im Sonnwendviertel

Motorikspielplatz im Sonnwendviertel in Wien: 4 Personen setzen ihre Schritte auf einem Balance-Pfad

Wie kann geschlechtersensible Planung gelingen? Ein Einblick in das Treffen des Netzwerkes FEMACT-Cities in Wien Ende Februar.

Von 21. bis 23. Februar 2024 fand das erste Treffen des FEMACT-Cities Netzwerkes in Wien statt. Ich durfte als National URBACT Point in Österreich beim Meeting in Wien dabei sein und habe spannende Einblicke in die Netzwerkarbeit erhalten. Vom Untenehmertum bis hin zur Stadtplanug, eine gendergerechte Planung macht Sinn. 

Das Aktionsplanungsnetzwerk FEMACT-Cities hat sich zum Ziel gesetzt Lücken in der Gleichstellungspolitik in den teilnehmenden Städten zu beseitigen und im Rahmen des Projektes integrierte Aktionspläne zu unterschiedlichen Aspekten hin zu Gender Mainstreaming zu erstellen. Im Laufe von zweieinhalb Jahren werden die acht Netzwerkpartner:innen Länsstyrelsen Skåne (Schweden), Clermont-Auvergne Métropole (Frankreich), Região de Coimbra (Portugal), Krakau (Polen), Turin (Italien), Postojna (SIowenien), Cluj Metropolitan Area Intercommunity Development Association (Romänien) und Szabolcs 05 Regional Development Association of Municipalities (Ungarn) – ihre individuellen und gemeinsamen Herausforderungen erforschen und gemeinsam das äußerst vielfältige Thema Gender Mainstreaming angehen.

Gleichstellung hat viele Gesichter

 

Gleichstellung berührt viele Aspekte der Stadtplanung, von gleichberechtigtem Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Park- und Spielplatzgestaltung bis hin zu bezahlbarem Wohnraum. Auch bei der öffentlichen Auftragsvergabe von Städten und Gemeinden kann es zu unbeabsichtigter Diskriminierung kommen.

Begrüßungsfolie zum Netzwerktreffen des Projektes FEMACT-CitiesDiese breite Themenpalette greifen auch FEMACT-Cities Partner:innen auf und konzentrieren sich auf unterschiedliche Aspekte von Gender Mainstreaming in der Kommunalpolitik, wie zum Beispiel Arbeitsmarkt, öffentlicher Raum, Ausbildung, Gewaltschutz und Gesundheit. Bei der Entwicklung der integrierten Aktionspläne werden die Partner:innen von der URBACT Lead Expertin Mary Dellenbaugh-Losse begleitet.

Am ersten Tag des Treffens tauschten sich die Partner:innen anfangs zu ihren bisherigen Fortschritten auf lokaler Ebene aus und gaben einen Einblick in die Zusammensetzung ihrer lokalen Stakeholder:innen-Gruppen aus. Danach lag am zweiten Tag ein Schwerpunt auf Beispielen der Stadt Wien.
 

Gendergerechtes Planen am Beispiel der Stadt Wien

 

DEva Kail führt durch das Sonnwendviertelie Teilnehmer:innen erhielten einen Einblick in Aktivitäten der Stadt Wien zu Gendergerechtigkeit, Klimaschutz und Bürger:innenbeteiligung. Julia Giradi-Hoog von der Stadtbaudirektion Wien erläuterte die Bedeutung der gendergerechten Planung der Stadt Wien und zeigte Beispiele wie geschlechtersensible Planung in Wien umgesetzt wird. Sie erläuterte auch, wie wichtig die Grundsätze von Gender Mainstreaming sind. Katharina Schwarzfurtner-Lutnik, Projektmanagerin in der Magistratsabteilung 20 und im Wiener Klimateam tätig, erläuterte die Bedeutung von Diversität und Partizipation bei der Klimaschutzinitiative der Stadt Wien. Sie hob hervor, wie wichtig Genderaspekte auch in der Klimapolitik sind. Ricarda Götz-Preisner, Referentin für Internationale Angelegenheiten und Grundlagenarbeit in der Magistratsabteilung MA 57, gab einen Einblick in internationale Perspektiven in der Gleichstellungsarbeit in der Rolle als Koordinatorin des FemCities Netzwerks.Abgerundet wurden die Inputs mit einem Spaziergang durch das Sonnwendviertel mit Eva Kail, bei dem Beispiele für gendergerechte Planung aufgezeigt wurden.

 
Austausch und Diskussion

 

Das Treffen bot auch ausreichend Möglichkeit zum Austausch. Zum Beispiel ermöglichte die Diskussionsrunde im Fishbowl-Format einen lebhaften und interaktiven Austausch zwischen den Referentinnen und den Teilnehmer:innen. Am 3. Tag des Meetings wurden die nächsten Schritte in Netzwerkarbeit gemeinsam festgelegt.

Diskussion im Fishbowlformat

 


 

Möchten Sie noch mehr über die Arbeit von URBACT im Bereich der Geschlechtergleichstellung und deren Auswirkungen erfahren? Dann besuchen Sie den URBACT Knowlege Hub zu Gender Equality und lesen Sie den Bericht "Gender Equal Cities", welcher eine Fülle von Fallstudien sowie hilfreiche Instrumente und Methoden enthält. Oder lesen Sie in diesem Artikel nach, warum noch immer über die Gleichstellung der Geschlechter diskutiert wird.

Submitted by Martina Bach on 21/03/2024
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Martina Bach

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